Was man in 3 Tagen auf Lanzarote sehen sollte: die unverzichtbare Route über die Vulkaninsel

Reiseführer·Equipo LIVVO·30 Abr 2026·4 min Lesezeit

Lanzarote überrascht schon ab dem ersten Kilometer: schlafende Krater, Weinberge, die auf Vulkanasche wachsen, Dörfer mit weißen Fassaden und Buchten mit klarem Wasser leben nebeneinander auf einer Insel, die wie geschaffen scheint, um sie in Ruhe zu erkunden. Drei Tage reichen aus, um das Wesentliche zu sehen, wenn die Route gut geplant ist, denn auch wenn die Karte sie klein erscheinen lässt, lädt jede Ecke dazu ein, länger zu bleiben als geplant.

Tag 1: das vulkanische Herz der Insel

Am besten beginnt man im Nationalpark Timanfaya, dem bekanntesten Postkartenmotiv Lanzarotes. Die Feuerberge machen deutlich, dass diese Insel aus jüngeren Eruptionen entstanden ist: Die Ruta de los Volcanes führt durch Krater, Lavaströme und Lavafelder, in einer Landschaft, die keiner anderen Ecke der Kanaren gleicht.

Von Timanfaya führt die Straße nach El Golfo, wo der Charco de los Clicos als intensiv grüne Lagune direkt am Atlantik erscheint. Nur wenige Minuten entfernt zeigen Los Hervideros, wie die Brandung die Lavaküste weiter formt. Zum Abschluss des Tages sind die Salinas de Janubio eine gute Wahl bei Sonnenuntergang, wenn das tief stehende Licht das Wasser in goldene und rosafarbene Töne taucht.

Tag 2: Kunst, Höhlen und der Norden der Insel

Der zweite Tag ist dem Erbe von César Manrique gewidmet. Die Jameos del Agua verwandeln einen Vulkantunnel in einen Raum aus Gärten, einem malerischen Pool und einem Auditorium und gehören nach wie vor zu den empfehlenswertesten Besichtigungen der Insel. Ganz in der Nähe liegt die Cueva de los Verdes, ein weiterer Abschnitt desselben Tunnels, der vom Volcán de la Corona ausgehöhlt wurde.

Die Route führt weiter zum Mirador del Río mit Blick auf den Chinijo-Archipel und La Graciosa. Von dort aus entfaltet sich der Norden in Panoramastraßen, ruhigen Dörfern und einer Lavalandschaft, die von Palmen und weiß getünchten Häusern aufgelockert wird.

Die Jameos del Agua, das Werk von César Manrique, das einen Vulkantunnel in einen Garten und Kulturraum verwandelte.
Die Jameos del Agua, das Werk von César Manrique, das einen Vulkantunnel in einen Garten und Kulturraum verwandelte.

Tag 3: Weinberge, Dörfer und die Südküste

Der dritte Tag lohnt sich für La Geria, die Weinbauregion Lanzarotes. Die Reben wachsen geschützt hinter kleinen Mauern aus Vulkangestein, die eine in den Kanaren einzigartige landwirtschaftliche Landschaft bilden: ein Beweis dafür, wie die Insel das Beste aus einem auf den ersten Blick unwirtlichen Boden gemacht hat.

Am Nachmittag schließt Playa Blanca die Route am Meer ab: nahe gelegene Strände, ein Spaziergang durch Marina Rubicón oder einfach das ruhige Tempo des Südens genießen. In drei Tagen lässt sich Lanzarote nicht erschöpfend erkunden, doch man versteht seinen Charakter: eine Insel, auf der Landschaft, Architektur und Kultur im Gleichgewicht zusammenleben.

FAQs

Reichen 3 Tage aus, um Lanzarote zu sehen?+

Ja, drei Tage genügen, um das Wesentliche der Insel kennenzulernen: Timanfaya, die Jameos del Agua, La Geria und den Süden. Jeder Halt lädt dazu ein, den Besuch zu verlängern, doch in dieser Zeit lässt sich das Wichtigste in Ruhe erkunden.

Was sollte man am ersten Tag auf Lanzarote sehen?+

Der erste Tag widmet sich der Vulkanregion: dem Nationalpark Timanfaya mit seiner Ruta de los Volcanes, El Golfo mit dem Charco de los Clicos, Los Hervideros und den Salinas de Janubio bei Sonnenuntergang.

Welche Werke von César Manrique kann man besichtigen?+

Die Jameos del Agua und die Cueva de los Verdes, beide Teil desselben Vulkantunnels, sowie den Mirador del Río mit Blick auf den Chinijo-Archipel und La Graciosa.

Was ist La Geria, und lohnt sich ein Besuch?+

La Geria ist die Weinbauregion der Insel, in der die Reben zwischen Mauern aus Vulkangestein wachsen. Sie zählt zu den einzigartigsten Agrarlandschaften der Kanaren und ist ein perfekter Halt für den dritten Tag, zusammen mit Playa Blanca und Marina Rubicón.